Adalbert-Stifter-Schule

Herbstsemester 2025/2026 Religion

Zu Beginn des Herbstsemesters hat uns das Gemeinschaftsbild der Eröffnungsfeier in allen Klassen begleitet. Jedes Kind durfte seinen eigenen Fingerabdruck hinterlassen – und nach und nach entstand daraus ein wunderbares, buntes Kunstwerk. Aus vielen einzelnen Spuren wurde ein großes Ganzes: ein Zeichen dafür, dass jede und jeder Einzelne wichtig ist und zu unserer Gemeinschaft gehört.

Das Wort Gemeinschaft soll uns auch das ganze Jahr über im Religionsunterricht begleiten. Wir möchten gemeinsam entdecken, was es bedeutet, füreinander da zu sein, einander zu respektieren und miteinander zu wachsen.

Zum gegenseitigen Kennenlernen durfte sich jedes Kind außerdem einen eigenen Namensbutton gestalten. Mit viel Kreativität und Freude entstanden ganz persönliche Buttons, auf die alle sehr stolz waren. So wurde gleich zu Beginn spürbar: Wir gehören zusammen – und gemeinsam sind wir stark.

Unser erstes gemeinsames Thema im Religionsunterricht war die Schöpfung. Mit großer Neugier und Spannung machten wir uns auf den Weg, die biblische Schöpfungsgeschichte kennenzulernen.

Dafür wurde in der Klasse ein Geschichtenzelt aufgebaut. Mit stimmungsvollem Licht und einer besonderen Atmosphäre verwandelte sich der Raum in einen Ort der Ruhe und des Staunens. Im Zelt wurde das Buch der Schöpfung vorgelesen – und alle hörten aufmerksam zu.

Während der Erzählung durften die Kinder selbst kreativ werden. Mit einer symbolischen Legearbeit gestalteten sie die einzelnen Schöpfungstage: Licht und Dunkelheit, Himmel und Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen entstanden nach und nach in der Mitte unseres Kreises. Mit viel Fantasie, Sorgfalt und Begeisterung brachten die Kinder ihre eigenen Ideen ein.

So wurde die Schöpfungsgeschichte nicht nur gehört, sondern mit allen Sinnen erlebt. Gemeinsam staunten wir darüber, wie wunderbar und vielfältig unsere Welt ist – und wie wichtig jeder Einzelne in diesem großen Ganzen ist.

Die Schöpfung schätzen lernen und selbst etwas Gutes tun – das durften alle Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter-Schule bei einer ganz besonderen Aktion erleben.

Mit viel Motivation machten sich die Kinder ans Werk, um Müll zu sammeln und so einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt zu leisten. Ausgestattet mit Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen waren sie als kleine Naturschützer unterwegs. Beim Naturbingo und beim Entdecken von Naturschätzen lernten sie außerdem, die Schönheit und Vielfalt unserer Umgebung noch bewusster wahrzunehmen.

Sogar der Bürgermeister stattete uns einen Besuch ab und zeigte damit seine Wertschätzung für das Engagement der Kinder. Als Belohnung für die vielen fleißigen Müllsammlerinnen und Müllsammler gab es für alle eine gesunde Stärkung: große Obstteller und köstliche Dinkelherzen, gesponsert von der Stadtgemeinde.

Ein herzliches Dankeschön an die Stadtgemeinde für die zur Verfügung gestellten Müllsäcke, Greifzangen und Handschuhe! Danke auch an unseren Bürgermeister für die großzügige und gesunde Jause. Gemeinsam haben wir gezeigt: Jeder Beitrag zählt – und zusammen können wir Großes für unsere Umwelt bewirken.

Auch das Erntedankfest wurde bei uns feierlich begangen. Im Mittelpunkt stand ein gesegneter Obstkorb aus dem Stift Reichersberg, der unsere Mitte schmückte und uns an die Fülle der Gaben erinnerte, die uns die Natur schenkt.

Gemeinsam betrachteten wir die verschiedenen Früchte und sprachen darüber, wofür wir dankbar sein können. Anschließend durften die Kinder das Obst miteinander teilen – ein schönes Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Besonders anschaulich wurde das Thema durch ein Erzähltheater (Kamishibai). Mit liebevoll gestalteten Bildern erfuhren die Schülerinnen und Schüler, warum wir Erntedank feiern: um Gott für die Ernte zu danken, um unsere Wertschätzung für die Natur auszudrücken und um uns bewusst zu machen, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Schöpfung ist.

So wurde das Erntedankfest zu einem Fest der Dankbarkeit, des Teilens und der Freude.

Gemeinschaft stärken – gemeinsam etwas schaffen und erleben, dass jeder Einzelne besonders und wertvoll ist: Das stand im Mittelpunkt unseres Unterrichts.

Gemeinsam haben wir überlegt, was eine gute Gemeinschaft ausmacht. Schnell wurde klar: Rücksicht nehmen, einander zuhören, Empathie zeigen, respektvoll miteinander umgehen und Mitgefühl haben – all das sind wichtige Bausteine für ein gelungenes Miteinander.

Diese „starken Wörter“ wurden mithilfe kindgerechter, kurzer Videos erklärt und anschließend gemeinsam besprochen. Die Kinder konnten dabei eigene Erfahrungen einbringen und überlegen, wie sie diese Werte im Schulalltag leben können.

Durch gruppendynamische Spiele wurden die Inhalte nicht nur verstanden, sondern auch erlebt und gefestigt. Beim gemeinsamen Lösen von Aufgaben merkten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig Zusammenarbeit,Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind. So wuchs unsere Klassengemeinschaft weiter zusammen – und alle spürten: Jeder Einzelne zählt und trägt auf seine ganz besondere Weise zum Gelingen unserer Gemeinschaft bei.

Bei diesem herrlichen Wetter verlegten wir den Religionsunterricht kurzerhand ins Freie. Das Thema war der Heilige Martin – und dazu wartete im Garten der Adalbert-Stifter-Schule ein ganz besonderes Abenteuer auf die Kinder.

Ein Schatz war versteckt! Um ihn zu finden, mussten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über den Heiliger Martin von Tours unter Beweis stellen. An verschiedenen Stationen lösten sie knifflige Rätsel rund um sein Leben und seine berühmte Mantelteilung. Jede richtig gelöste Aufgabe brachte eine Lösungszahl – doch nur wenn alle Zahlen gemeinsam richtig zusammengesetzt wurden, erhielten sie den nächsten Hinweis.

Teamarbeit war gefragt! Nur durch gutes Zuhören, Mitdenken und Zusammenarbeiten kamen sie Schritt für Schritt weiter. Ein Gedicht verriet schließlich, wo als Nächstes gesucht werden musste. Gut versteckt in der Direktion hütete unsere Direktorin Bettina Lindner die geheimnisvolle Schatzkarte des Heiligen Martin.

Doch wie es sich für einen echten Schatz gehört, war dieser natürlich vergraben. Mit viel Begeisterung, Neugier und Gemeinschaftssinn machten sich die Kinder auf die Suche – und wurden schließlich fündig.

So wurde die Geschichte des Heiligen Martin nicht nur erzählt, sondern lebendig erlebt: Teilen, helfen und gemeinsam ans Ziel kommen – das ist der wahre Schatz.

Im Religionsunterricht begegneten wir zwei besonderen Vorbildern: dem Heiliger Nikolaus und der Heilige Elisabeth von Thüringen. Beide zeigen uns bis heute, was es bedeutet, mutig zu sein, sich auf Neues einzulassen, zu teilen und für andere da zu sein.

Für dieses besondere Thema wurde unsere Klasse sogar in ein kleines Kino verwandelt. Gemeinsam sahen wir ein Bilderbuchkino, das die Geschichten der beiden Heiligen auf eindrucksvolle Weise erzählte. Gebannt verfolgten die Kinder die Bilder und tauchten ganz in die Erzählungen ein.

Anschließend wagten wir ein besonderes Experiment: Mutig sein wie Nikolaus und Elisabeth. In Partnerarbeit führten sich die Kinder abwechselnd mit verbundenen Augen durch den Raum. Wer die Augenbinde trug, musste Vertrauen haben – wer führte, musste Verantwortung übernehmen. Dabei wurde spürbar, wie wichtig Achtsamkeit, klare Absprachen und Teamwork sind. Nur gemeinsam konnte der Weg sicher gemeistert werden.

Gemeinsam überlegten wir danach: Wo können auch wir im Alltag Gutes tun? Daraus entstand unsere „Wand der guten Taten“. Die Kinder sammelten fleißig Beispiele: jemandem helfen, trösten, teilen, zuhören, ein freundliches Wort schenken oder Rücksicht nehmen. Jeden Tag wurde bewusst darauf geschaut: Was habe ich heute Gutes getan?

In einer Legearbeit gestalteten wir Symbole für Hilfsbereitschaft, Mut und Nächstenliebe. Dabei wurde deutlich: Jeder kleine Beitrag zählt. Durch die Geschichten, das Bilderbuchkino und das gemeinsame Erleben lernten die Schülerinnen und Schüler: Heilig sein bedeutet nicht, perfekt zu sein – sondern mit offenem Herzen zu handeln, mutig zu vertrauen und im Alltag füreinander da zu sein.

Einzigartig, wertvoll und von Gott geliebt – genau das ist jeder einzelne Mensch. Mit dieser stärkenden Botschaft starteten wir in drei weitere Religionsstunden.

Im Mittelpunkt stand der Satz: „Ich bin ein Schatz, getragen in deiner Hand.“ Gemeinsam überlegten wir, was das bedeutet: Jeder Mensch ist kostbar, niemand ist zufällig da, und jede und jeder hat besondere Fähigkeiten und Talente.

In Gesprächen, kleinen Übungen und kreativen Gestaltungen durften die Kinder entdecken, was sie einzigartig macht. Dabei wurde deutlich: So wie ein Schatz sorgsam behütet wird, so ist auch jeder Mensch von Gott getragen und beschützt.

Diese Botschaft schenkte den Schülerinnen und Schülern Mut und Selbstvertrauen – und stärkte zugleich den Blick füreinander. Denn wenn jeder ein Schatz ist, dann begegnen wir einander mit Respekt, Wertschätzung und einem offenen Herzen.

In unserer Schule ist der wertvollste Schatz – für Groß und Klein – ganz besonders versteckt: Unter einem Korb fanden die Kinder einen Spiegel.

Jedes Kind und auch die Erwachsenen konnten sich darin selbst betrachten. Und genau dabei wurde die Botschaft klar: „Ich selbst bin wertvoll – ich bin ein Schatz.“ Plötzlich wurde sichtbar, was wir zuvor nur besprochen hatten: Jeder Einzelne ist einzigartig, geliebt und kostbar.

Dieses kleine, einfache Symbol ließ die Kinder staunen und nachspüren, dass Wertschätzung bei jedem selbst beginnt. So wurde die Idee, dass wir alle ein Schatz sind, greifbar und spürbar – ein Moment, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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